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02. Juli - Lebensfreuden aus aller Welt
Kraftvolle Natur
Ein Reisebericht von lebensfreude-heute
Reisereporterin Sandra Winkler:


Meine Reise führt mich durch die Anden Kolumbiens und Ecuadors und dieser ungeheuer großartigen Natur möchte ich meinen nächsten Artikel widmen. Auch wenn es definitiv schier unmöglich ist, diese geballte Schönheit in Worte zu fassen, so möchte ich es doch versuchen um Ihren Zauber fest zu halten.

Da ich das Land mit dem Bus bereise, ist es mir möglich, ganz in diese unglaubliche Landschaft einzutauchen und ein stiller Beobachter dieses einzigartigen Naturschauspiels zu werden.  

Noch nie habe ich solch facettenreiche Schönheit erlebt. In gigantischem Ausmaß zieht sich die Kette der riesigen Berge dahin und zeigt dabei beeindruckend die Kräfte der Natur.  

Schroffe, karge Felswände, marmoriert in den unterschiedlichsten Rot-, Braun- und Grüntönen ragen steil und erhaben dem strahlend blauen Himmel entgegen, während auf der anderen Seite, tief unten in der Schlucht, reißende Flüsse sich ihren Weg bahnen.  

Fast ehrfurchtsvoll erklimmt der Bus diese Steinriesen, schlängelt durch fruchtbare Hänge, reich geschmückt mit Nadelbäumen, Sträuchern, Kakteen, Palmen und farbenfrohen Blumen, die sich mit der kahlen Steinlandschaft abwechseln.  

Immer höher und höher steigen wir empor und immer eintöniger wird die Landschaft. Wir fahren über Brücken in schwindelerregenden Höhen und mir stockt fast der Atem bei diesem einzigartigen Ausblick über das Tal und die Berge.  

Schließlich gelangen wir auf die grüne, von Gras bewachsene Hochebene. Hier oben ist das Gefühl so zwiegespalten. Auf der einen Seite glaubt man, durch eine uns bekannte Landschaft aus Wiesen, Feldern und Dörfern zu fahren.  

 Blickt man jedoch über die Felder hinweg, so versetzt einen der atemberaubende Ausblick über Täler und Gipfelketten, die sich vom tiefblauen Himmel abheben in ehrfurchtsvolles Staunen.  

Sogar die Wolken liegen tiefer und steigen von unten empor. Auf diesem Hochplateau ist die Luft so klar und rein und die Atmosphäre so friedvoll. Das verstärkt das Gefühl, dem Himmel so nah zu sein.  

Langsam beginnt wieder der Abstieg. An sonnenbeschienenen Hängen wachsen größere buschige Gräser, die in der Sonne cremefarben leuchten.   Der Boden färbt sich abwechselnd schwarz, sandfarben und rot, bis schließlich die Landschaft von saftigem grünen Gras überzogen ist, als sei sie mit weichem Moos bewachsen.  

Dadurch sind die kantigen Strukturen der Hänge deutlich wahrnehmbar und verleihen der Umgebung ein definiertes Aussehen. In großzügigen Serpentinen steigen wir tiefer bis sich wieder grüne Wälder aus den unterschiedlichsten Baumarten an die steilen Abhänge schmiegen.  

Ganz allmählich wird der Boden immer trockener und Kakteen bilden die Mehrheit der Gewächse. Die Luft verändert sich spürbar, wird heiß und schwer. Welch enormer Gegensatz zum kühlen Hochplateau.  

Mit Erstaunen schweift mein Blick über diese wüstenartige Landschaft, die jetzt vor mir liegt und erfüllt mein Herz mit Dankbarkeit, aber auch Ehrfurcht - vor diesem vollendeten Meisterwerk der Natur.

Foto: Sandra Winkler